Sechs Tipps für einen Besuch in Singapur
23
März

Sechs Tipps für einen Besuch in Singapur

Singapur – die Stadt der Löwen – wird von vielen Touristen weit unterschätzt und oft nur als Zwischenstopp auf einer langen Flugreise gesehen. Dabei bietet die Metropole einige Highlights, die einen Besuch im kleinsten Stadtstaat Südostasiens unvergesslich machen.

Klein aber Oho

Singapur verteilt sich auf insgesamt 61 Inseln und ist flächenmäßig kleiner als Berlin. Die 5,5 Millionen Einwohner leben hauptsächlich auf der größten aller Inseln, auf der sich auch der Großteil des Tourismus abspielt.

Die Löwenstadt zieht alljährlich eine riesige Anzahl an Touristen aus der ganzen Welt an – viele bleiben nur für wenige Stunden bis einen Tag. Dabei eignet sich die Metropole zu viel mehr als nur einen Zwischenstopp. Mit ihrem futuristischen Charme lohnt sich ein genauerer Blick auf die Metropole am Äquator.

Wir möchten euch heute mehr von dieser bemerkenswerten Stadt und ihren Highlights erzählen und euch sechs Tipps für einen Besuch in Singapur mitgeben:

 

„City of fines“

Ist man zum ersten Mal in Singapur, fällt eines sofort auf: Die Sauberkeit.

Der Grund dafür sind vor allem die hohen Strafen, die in Singapur auf jeden warten, der Müll in der Öffentlichkeit hinterlässt oder Alkohol in der Öffentlichkeit trinkt. Übrigens: Auch Kaugummi ist für jeden über zwölf Jahre strengstens verboten und darf nur mit ärztlicher Bescheinigung gekaut werden.

Die Gesetze der Regierung sollten beachtet werden, da eine Strafe erheblich die Urlaubskasse erleichtern kann. Ist man sich den Regeln allerdings bewusst und hält sie ein, steht einem einzigartigen Urlaub nichts mehr im Wege.

 

Und damit kommen wir schon zu unseren Tipps für einen Besuch in der Löwenstadt:

  1. Singapore Botanic Gardens

Die Botanischen Gärten Singapurs sind mit jährlich vier Millionen Besuchern die meistbesuchten Botanic Gardens der Welt. Damit sind sie zwar kein Geheimtipp, aber dennoch sehenswert. Die Botanic Gardens gelten als „grüne Lunge“ der Stadt und tatsächlich kann man auf der 74 Hektar großen Grünanlage mitten in der Stadt hervorragend durchatmen und entspannen. Der Eintritt ist frei, lediglich für den Zugang in den Orchideengarten muss eine kleine Summe gezahlt werden. Doch der Preis von umgerechnet knapp drei Euro lohnt sich. DIe Botanic Gardensist täglich für Besucher geöffnet und bietet eine Auszeit und Entschleunigung vom hektischen Treiben in der Stadt.

Eine weitere Besonderheit: Die Singapore Botanic Gardens gehören zu den wenigen Botanischen Gärten der Welt, die ein Stück echten Regenwald mitten in einer Stadt erhalten.

 

  1. Merlion und Marina Bay

Die Merlion Statue, das Wahrzeichen der Stadt, stellt einen Mix aus Meerjungfrau (Mermaid) und Löwe (Lion) da. Sie symbolisiert die Stärke im Wasser und ist mehrmals in der Löwenstadt zu sehen.

Eine Statue befindet sich an der Marina Bay und ist ein echter Touristenmagnet. Tagsüber gilt der Merlion als Fotoattraktion.

Wir empfehlen einen Spaziergang an der Marina Bay und entlang des Singapore Rivers, wenn die Dämmerung einsetzt.

Abends ist die Bucht meist nicht mehr ganz so überfüllt und mit ein bisschen Glück findet man einen guten Platz mit hervorragendem Ausblick über die beleuchtete Skyline Singapurs.

An der Marina Bay finden zudem jeden Abend Open-Air-Konzerte statt. Mit Live-Musik in den Ohren kann man dann die Promenade entlangflanieren, bis um halb neun der abendliche Höhepunkt beginnt: Eine Lasershow rund um das Hotel Marina Bay Sands.

Das beeindruckende Hotel, in Form eines Kreuzfahrtschiffes, ist schon tagsüber ein echter Hingucker, beleuchtet und angestrahlt sieht es aber noch atemberaubender und futuristischer aus.

Wer übrigens in dem berühmten Infinity-Pool im 57. Stock des Hotels baden und dabei den Blick über die ganze Stadt genießen möchte, muss sich mindestens für eine Nacht einquartieren. Der Pool ist alleine Hotelgästen vorbehalten.

 

  1. Little India

Fremde Gewürze, die unterschiedlichsten Blüten, bunte Fassaden und alte Tempel – die Eindrücke in den Straßen von Little India sind so vielfältig wie interessant. In ganz Singapur werden Gerichte aus allen Teilen Asiens angeboten. Wenn ihr aber besonders der indischen Küche zugetan seid, dann probiert euch durch die vielen Street-Food-Stände im Viertel Little India.

Singapur ist das Zuhause verschiedenster Kulturen, daher hat die Stadt auch gleich vier verschiedene Amtssprachen. Doch auch in diesem Hinblick gibt es strikte Regeln seitens der Regierung. In jedem Wohnblock der Stadt darf nur eine bestimmte Anzahl an Menschen mit einer bestimmten Ethnie wohnen, weshalb man weder in China Town noch in Little India ausschließlich Chinesen oder Inder antreffen wird. Dennoch sind die Bezirke äußerst authentisch und bieten kleine Ausflüge in andere Welten. Die Regelung der Regierung funktioniert übrigens hervorragend: Die verschiedenen Kulturen leben friedlich vermischt nebeneinander.

 

  1. Nachtsafari im Zoo

Einmal nachts im Zoo – das hat sich doch sicher jedes Kind schon mal gewünscht. In Singapur wird dieser kleine Kindertraum Wirklichkeit.

Der Zoo ist an sich bereits weitaus spektakulärer, größer und artenreicher als alle Zoos in Deutschland. Auf ungefähr 26 Hektar leben hier fast 3000 verschiedene Tiere. Insgesamt können 300 verschiedene Arten in Singapurs Zoo beobachtet werden.

Doch es geht noch besser – der Zoo bietet Nachtsafaris an, um seinen Besuchern die nachtaktiven Tiere näher zu bringen. Solltet ihr also noch nicht zu platt vom Tag sein, ist dies eine wunderbare Art, um den Abend oder die Nacht zu verbringen. Binnen Minuten wird man auf eine Reise mitgenommen, die von der Megacity mitten in den Dschungel führt – und das mitten in der Nacht!

Die Nachtsafari dauert vierzig Minuten und führt durch sieben geografische Zonen, in denen man außergewöhnliche Exoten kennenlernt. Oft haben die meisten Besucher von einigen Tieren noch nie gehört. Und noch etwas kann man bei der Nachtsafari erleben, was man in einer Großstadt wie Singapur nicht für möglich hält – verharrt man ruhig und lauscht, dann hört man sie – absolute Ruhe.

 

  1. Gardens by the bay

Kommen wir von der idyllischen Tierwelt wieder mitten in die Metropole. Gardens by the bay ist ein sehr bekannter Hotspot in Singapur. Die bis zu 50 Meter hohen „Supertrees“ kennzeichnen das Stadtbild wohl wie wenig Anderes.

Der Park erstreckt sich etwa auf 100 Hektar und wurde auf einem künstlich angelegten Streifen Land vor der Küste der Stadt errichtet.

Interessant sind die beiden Gewächshäuser im Park. Die großen Treibhäuser zeigen Vegetationen verschiedenster Klimazonen. Ein einmaliges Erlebnis: Der Nebelwald „Cloud Forrest“, der 35 Meter in die Höhe ragt und von den kleinen Wasserfällen in die Tiefe stürzen. Über den „Skyway“ eine sich um die „Supertrees“ schlängelnde Brücke kann der Stadtgarten aus der Luft betrachtet werden. Besonders sehenswert ist der Park im Dunkeln. Bis zwei Uhr nachts wird er komplett beleuchtet und die „Supertrees“ verwandeln sich in futuristische Gebilde, die an „Avatar“ erinnern. Der Eintritt in den Park ist kostenlos, lediglich der Eintritt in die Gewächshäuser und der Gang über den „Skyway“ kosten umgerechnet zwanzig Euro, sie sind bis 21 Uhr geöffnet. 

 

  1. Die Tempel und Moscheen der Stadt

Obwohl Singapur wohl zu den modernsten Megacities der Welt zählt, sind eine Vielzahl Tempel und Moscheen in der Stadt zu finden.

Singapur ist ein Schmelztegel der Kulturen, daher reihen sich hinduistische und buddhistische Tempel fast nebeneinander. Der womöglich bekannteste Tempel ist der Sri Mariammam Tempel, der im 19. Jahrhundert erbaut wurde. Das imposante Gebäude mit seinen malerischen Innenhöfen und farbenreichen Deckenmalereien zieht sowohl Gläubige als auch Besucher an. Die größte Moschee Singapurs ist die Sultan Moschee. Ihr findet sie im arabischen Viertel der Stadt, sie ist schon von weitem durch ihre auffälligen goldenen Kuppeln zu erkennen. Bei einem Besuch der Moschee oder der Tempel solltet ihr an angemessene Kleidung denken. Es lohnt sich!

In Chinatown findet ihr den „Zahntempel“, ein im Jahre 2007 fertiggestellter chinesisch anmutender Tempel, in dem Erzählungen zufolge der Zahn Buddhas als Reliquie aufbewahrt werden soll. Dies stellte sich vor ein paar Jahren zwar als Fälschung heraus, der Anblick des traditionellen Tempels vor der Skyline Singapurs ist allerdings allemal ein Blick wert.